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Stephen Gaghan
  Geboren am 06. Mai 1965 in Louisville, Kentucky, USA


Darsteller, Regisseur, Autor


Filmographie: (Auswahl)

Regie:
2005   Syriana (Syriana)

Autor:
2005   Syriana (Syriana)
2005   Havoc (Havoc)
2000   Traffic - Macht des Kartells (Traffic)
2000   Rules - Sekunden der Entscheidung (Rules of Engagement)

Biographie:
Stephen Gaghan gehört zu den angesehensten Drehbuchautoren Hollywoods, und jetzt ist er dabei, mit „Syriana“ auch als Regisseur in die Oberliga aufzusteigen. Nachdem er als Autor 1997 den Emmy gewonnen hatte, arbeitete er mit etlichen berühmten Filmemachern zusammen. Der bisherige Höhepunkt seiner Karriere war Steven Soderberghs vielfach preisgekrönter „Traffic“ (Traffic – Macht des Kartells), eine schonungslose Analyse der hohen Einsätze und Risiken im Drogenhandel – damit gewann Gaghan den Oscar, den British Academy Award (BAFTA), den Preis der Writers Guild of America (Gewerkschaft der Autoren) und den Golden Globe. Der Film erwies sich fast als kulturelles Phänomen und löste ernsthafte Debatten über die amerikanische Drogenpolitik aus. Daneben spielte er weltweit über 200 Millionen Dollar ein und gewann vier Oscars, darunter für die Beste Regie und den Besten Nebendarsteller Benicio Del Toro. Das war Gaghans ehrgeizigstes Projekt – bis er sich des noch komplizierteren „Syriana“ annahm.

Sein Debüt als Drehbuchautor gab Gaghan 1997 mit dem aufschlussreichen Teenager-Drama „Havoc“ für New Line Cinema. Während seiner Recherchen zu „Traffic“ nahm sich Gaghan die Zeit, um für Regisseur William Friedkin sowie die Produzenten Richard Zanuck und Scott Rudin den Film „Rules of Engagement“ (Rules – Sekunden der Entscheidung) zu schreiben. Die Vorlage lieferte eine Story des ehemaligen Marine-Ministers James Webb. In dem spannenden Militärfilm spielten Tommy Lee Jones und Samuel L. Jackson die Hauptrollen. Bei seinem Start 2000 bekam der Film gute Kritiken. 2002 schrieb und inszenierte Gaghan den Psycho-Thriller „Abandon“.

Am letzten Tag seines Highschool-Abschlussjahres wurde Gaghan von der Anstalt verwiesen, weil er einen Gokart durch das Verwaltungsgebäude gesteuert hatte. Dann trieb er sich eine Zeit lang in Europa, Indien, Nepal, Südostasien, Australien und Neuseeland herum und hielt sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser – als Grafiker, Assistent eines National Geographic-Fotografen und Parteispendensammler. Daneben schrieb Gaghan für die renommierte Literaturzeitschrift The Paris Review und veröffentlichte Kurzgeschichten in Zeitschriften wie The Iowa Review. Dann zog er nach Los Angeles, verfasste ohne Auftrag ein Drehbuch, verkaufte es an Joel Silver bei Warner Bros. Pictures und schrieb als freier Autor eine Episode für die Serie „New York Undercover“ (New York Undercover). Daraufhin durfte er bei ABC sieben der 21 Episoden der viel gepriesenen Serie „American Gothic“ (American Gothic – Prinz der Finsternis) schreiben. Kurz danach begann er zusammen mit Autor Michael Tolkin („The Player“) die Arbeit an einer komischen HBO-Satire über Bill Gates und Microsoft. Daraus entstand schließlich ein Spielfilmdrehbuch namens „$20 Billion“ – sie verkauften es an Paramount und landeten auf der Liste der „10 besten nicht produzierten Drehbücher“ des Fachblatts Premiere. Daneben schrieb Gaghan etliche Episoden zu David Kellys preisgekrönter Serie „The Practice“ (The Practice – Die Anwälte) sowie die Episode „Where’s ’Swaldo?“ (Entschuldigung bei einem Toten) zur Serie „NYPD Blue“ (New York Cops – NYPD Blue), mit der er 1997 den Emmy für das Beste dramatische Drehbuch gewann.