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The Ladies Man

(Ladies Man, The; USA, 2000)

Alle sind sauer auf Leon Phelps (Tim Meadows), den lispelnden schwarzen Radiomoderator der Late Night Show „The Ladies Man“, einer Talk Runde über Liebe, Sex und Frust. Grund dafür ist Leons eigene Einstellung zu diesen Themen. Denn „The Ladies Man“ ist nicht nur der Name von Leons Sendung, er ist auch selber der „Ladies Man“. Das bedeutet, dass so ziemlich jede Frau in Chicago schon mal was mit Leon hatte, denn Leon weiß unverständlicherweise was Frauen wollen. Sein großer Erfolg hat Leon natürlich auch etwas arrogant werden lassen und so serviert er seinen Hörern oftmals obszöne Schimpfkanonaden. So lange jedenfalls bis er und seine Produktionschefin Julie (Karyn Parsons), die einzige Frau, die sich von Leon nicht flachlegen lassen will, von Senderchef Bucky (Eugene Levy) gefeuert werden. Nun hat Leon das Problem, dass er keine Ahnung hat wie er die Rechnungen für sein Hausboot, seine schwimmende Liebeshöhle, bezahlen soll. Hoffnung taucht auf als Leon einen persönlichen Brief von einer Ex-Geliebten erhält, die ihm ein wunderschönes Leben mit ihr und ihrem vielen Geld verspricht. Nur, dass Leon mit der Unterschrift „Sweet Thing“ nichts anfangen kann. So begibt sich Leon auf eine Reise durch seine Vergangenheit um Sweet Thing zu suchen – und fängt sich dabei manch eine Backpfeife ein...

Dabei merkt Leon jedoch nicht, dass er verfolgt wird. Eine sektenartige Gruppe gehörnter Ehemänner hatihm gegenüber Tötungsabsichten. Angeführt werden diese Irren von dem Meisterringer Lance (Will Farrell), der einst seine Frau Honey (Tiffani Amber Thiessen) mit Leon auf der Couch erwischte, aber nur die grinsende Smiley-Tätowierung auf Leons Hintern noch sah und seitdem ein unstillbares Rache-Trauma hat...

„Wayne’s World“, „A Night at the Roxbury“ oder “Die Coneheads” – Filme des “Saturday Night Live”-Produzenten Lorne Michaels sind wenn sie auf seiner Hit-Show basieren immer Geschmackssache. So auch „The Ladies Man“, ein weiterer Angriff auf die Geschmacksnerven des Zuschauers. Dabei wird jedoch selten auf gelungene Gags, sondern eher auf derbe Zoten gesetzt. Die Figur des Leon Phelps garantiert schon so manchen Gag, denn er ist eigentlich der genaue Gegensatz des Mannes dem keine Frau wiederstehen kann. Tim Meadows zeigt in dieser Rolle ein hohes komödiantisches Talent, das Drehbuch jedoch nicht.

Anspruch darf man in so einem Film natürlich nicht erwarten, „The Ladies Man“ will hohle Unterhaltung sein. Dieses Ziel erreicht er auch dank seiner präpubertären Gags. Doch das alleine reicht natürlich nicht um sich über 84 Minuten, eigentlich nicht sehr lang, Laufzeit zu retten. Zwar nicht uncharmante, aber völlig sinnlose Musicaleinlagen ziehen den Film zusätzlich in die Länge. Wäre da wenigstens ein wenig Biss, dann könnte der Film vielleicht noch ein wenig Spass machen, so reizt er jedoch eher zum gähnen. Die lustigste Szene im ganzen Film bleibt da noch ein Cameo von Julianne Moore, die sich Clownskostüm von Tim Meadows flachlegen lassen will. Eine der wenigen einfallsreichen grotesken Ideen des Films.

[srs]