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Tomcats
(Tomcats; USA, 2001)
Sie sind die übelsten Aufreißer und sie haben sich vorgenommen niemals bei einer hängen zu bleiben. Und um das auch zu unterstreichen schließen die „Tomcats“, eine chaotisches Freundesclique, eine Wette ab: jeder zahlt jährlich 200 Dollar in einen Fond ein, der, der als letzter Tomcat noch Single ist bekommt den ganzen Pot. Sieben Jahre später sind nur zwei von ihnen nicht vor den Altar getreten. Michael (Jerry O’Connell) arbeitet als Comic-Zeichner und genießt sein Leben, Kyle (Jake Busey) hingegen ist ein grobklotziger reicher Mistkerl, der die Mädels häufiger wechselt wie Unterwäsche. Als Michael in Las Vegas beim Versuch eine scharfe Rothaarige zu beeindrucken am Spieltisch 50.000 Dollar lässt sieht er sich in der Klemme. Das Geld hat er nicht, aber Casino-Chef Carlos (Bill Maher) lässt ihm nur einen Monat Zeit um die Kohle zu bringen, sonst kann sich Michael schon mal die Grube ausheben. Er sieht nur eine Möglichkeit, er muss Kyle innerhalb dieses Monats unter die Haube bringen und die Wette gewinnen. Doch wo soll er jemanden finden den Kyle auf die Schnelle heiraten würde? Eine Antwort darauf findet er in Kyles Erzählungen über seine einzige wahre Liebe, die er einst in der Brautjungfer Natalie (Shannon Elizabeth) fand. Dass er diese nach dem One-Night-Stand nur mit etwas Kleingeld am Strand zurück ließ verschweigt er natürlich. So macht sich Michael auf die Suche nach Nathalie und wird schließlich auf dem Straßenstrich fündig. Doch die vermeintliche Prostituierte ist dummerweise Undercover-Cop, so landet Michael erst mal hinter Gittern.
Nachdem er die Lage erklärt hat meldet sich Natalie doch noch bei ihm. Sie will die Hälfte des Wetteinsatzes, dann wird sie Kyle dazu bringen sie zu heiraten. Der um sein Leben fürchtende Michael willigt ein und begibt sich mit Natalie erst mal auf Observierungstour. Dabei verliebt er sich jedoch in seine neue Partnerin und beginnt sein eigenes Junggesellen-Leben zu hinterfragen...
Die Story ist alt, die Witze platt. Für sein Regiedebüt hätte sich „Tödliche Gerüchte“-Autor Gregory Porier etwas besseres überlegen sollen, so versucht er doch seinen Film durch die üblichen Klo-Witze aufzupeppen – dabei sind gerade diese Szenen für die Story völlig unwichtig, sei es nun die sadistische Oma in Lack-Klamotten oder Michaels Jagd quer durchs Krankenhaus auf einen Hoden mit Krebsgeschwür. Haha...nee, war nicht sonderlich lustig, eher ekelhaft. Trotzdem bleibt „Tomcats“ über weite Strecken recht sympathische Unterhaltung mit ein paar ganz netten Szenen, was jedoch hauptsächlich den Darstellern zu verdanken ist. Vor allem Jake Busey kann als Kotzbrocken Kyle für einige lichte Momente sorgen, denn er dürfte wohl der einzige mit schauspielerischem Talent sein. Shannon Elizabeth muss nur gut aussehen um dem Film einen Pluspunkt zu verschaffen und Jerry O’Connell kann ja eh nichts anderes als nett zu wirken. Eher ein Männerfilm macht „Tomcats“ optisch einiges her, so gibt es in diesem Film doch haufenweise hübsche Mädels, die größtenteils Playboy und Penthouse entsprungen sind. Positiv auffallen tut vor allem Ex-Model Jamie Presley, obwohl sie die Klamotten anbehält, die sich langsam zur ernstzunehmenden Schauspielerin entwickelt.
Aber ansonsten bleibt nicht viel übrig. Die Story ist ganz nett, aber altbacken: Junge findet wahre Liebe, Junge verliert wahre Liebe, Junge bekommt wahre Liebe zurück. Das Grundmuster ist doch immer das Gleiche. Dazu gibt es dann ein paar wirklich schlechte Ideen, die jedoch durch einige Gute, wie ein paar kleine Filmparodien z.B. auf „American Beauty“ einigermaßen wieder ausgeglichen werden können. Die Teen-Komödie bringt das jedoch nicht weiter. Wäre „Tomcats“ ein Slasherfilm, dann wäre er eine mittelmäßige „Freitag der 13.“-Kopie. Denn auch im Genre des wiedererwachten Teenfilms ist es nicht anders als im Horrorfilm der frühen 80er: zu viele versuchen auf den fahrenden Zug zu springen und machen alles kaputt. Sprich: der Etikettenschwindel versaut das Orginal.
„Tomcats“ ist ein Film für ein recht anspruchsloses Publikum oder für die, die total abschalten wollen. Oder auch für die, die auf die Mädels stehen. Autorenfilmliebhaber bekommen jedoch das große Würgen. [srs]
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