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Krull
(Krull; Großbritannien, 1983)
Jenseits unserer Zeit und unseres Universums befindet sich der Planet Krull. Die fliegende Festung des "Unbeschreiblichen Ungeheuers" und seiner Armee den Slayers ist auf Krull gelandet, um den Planeten zu erobern und das Volk zu versklaven. Die einzige Möglichkeit dieses Vorhaben zu verhindern, besteht in der Vereinigung zweier verfeindeter Nationen des Planeten, mit dem Ziel ihre Kräfte zu vereinen. Dieser Pakt soll mit der Hochzeit von Prinzessin Lyssa (Lysette Anthony) und Prinz Colwyn (Ken Marshall) besiegelt werden. Jedoch greifen während der Zeremonie die Slayers mit ihren überlegenen Energiewaffen die Hochzeitsgesellschaft im Palast an. Dabei werden beide Könige getötet und Prinz Colwyn verwundet. Seine Gemahlin Prinzessin Lyssa wird entführt und in der dunklen Festung des Ungeheuers gefangengehalten. Colwyn wird von dem weisen Ynyr (Freddie Jones) gerettet. Von Ynyr erhält Colwyn den Auftrag, das Fünfklingenschwert, ein magisches Artefakt, zu finden. Nur mit dieser Waffe ist es möglich gegen das "Unbeschreibliche Ungeheuer" zu bestehen, den Planeten zu retten und seine Gemahlin zu befreien.
Auf ihrem Weg zur Festung schließt sich Colwyn und Ynyr zunächst der leicht arrogante Ergo (David Batteley) an, ein "Selbstverzauberer" aus den Bergen, der mittels seiner Magie in der Lage ist sich in jedes beliebige Tier zu verwandeln. Eigentlich wollte Ergo das Heldenduo nur für kurze Zeit begleiten, beschließt dann jedoch zu bleiben. Als nächstes wird die Gruppe der Abenteurer von der Bande des Banditen Torquil (Alun Armstrong) aus einem Hinterhalt heraus angegriffen. Colwyn versucht Torquil von der guten Sache gegen das "Unbeschreibliche Ungeheuer" zu überzeugen, was zunächst fehlschlägt. Erst mit der Überzeugungskraft und der Weisheit von Ynyr ist Colwyn in der Lage das Blatt zu wenden. Torquil und seine Bande entscheiden sich dazu Colwyn, Ynyr und Ergo auf der Suche nach der schwarzen Festung behilflich zu sein. Als die Heldengruppe während ihrer Suche von den Slayers angegriffen wird, eilt ihnen Rell der Zyklop (Bernard Bresslaw) zu Hilfe. Mit vereinten Kräften gelingt es ihnen, die finsteren Schergen in die Flucht zu schlagen. Der wortkarge Rell, der die Gruppe schon längere Zeit beobachtet hatte, schließt sich nun als weiteres Mitglied den mutigen Abenteurern an. Als letztes kommen noch der blinde grüne Magier Seer (John Walsh), sowie Titch (Graham McGrath), sein Zauberlehrling, hinzu. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg in den Smaragdwald. Die Macht des Ungeheuers reicht nicht bis zu ihm hin und der grüne Magier ist dort in der Lage, den genauen Standort der Festung zu lokalisieren. Jedoch kommt es meist anders, als es die Helden denken...
Auf dem Weg zur Festung des Ungeheuers muss die Heldengruppe noch viele Gefahren überwinden und Abenteuer bestehen, bis es zur letzten finalen Schlacht in der Festung des "Unbeschreiblichen Ungeheuers" kommt...
Ende der siebziger und Anfang der achziger Jahre entstanden große Filme die das Genre des Science-Fiction und Fantasy erblühen ließ. "Star Wars", "Star Trek" und "Conan der Barbar" waren Wegweiser einer Welle von besseren und schlechteren Vertretern dieser Genre. Ab Mitte der achziger Jahre verschwanden aufwendig inszenierte Fantasyfilme fast ganz von Bildfläche und selbst im Bereich des Science-Fiction entstanden nur noch vereinzelt große Streifen. Krull der auf der achziger Jahre Welle mitschwappte und sich so gar nicht in das typische Fantasy oder Science-Fiction Klischee einordnen lässt, zählt hierbei zu einem besseren Vertreter dieser Genre. Gespickt mit Zutaten aus dem Bereich Fantasy und Science-Fiction wird dem Zuschauer eine gute Unterhaltung geboten. Die Trickeffekte konnten sich für die damalige Zeit durchaus sehen lassen und machen selbst heute noch eine gute Figur. Die etwas dünne und teilweise auch unlogische Story wird durch gute und teilweise professionelle Darstellungskunst der überwiegend britischen Schauspieler wieder etwas aufgewertet. Kaum einer weiss, dass der mittlerweile berühmte Schauspieler Liam Neeson als Kegan, ein Mitglied von Torquills Räuberbande, in einer Nebenrolle zu sehen ist.
Sehr stimmungsvoll ist auch die begleitende Filmmusik von James Horner und die orchestrale Umsetzung durch das London Symphony Orchestra. James Horner, damals noch ein aufstrebender Neuling in der Filmmusikindustrie, gehört heute neben John Williams, Jerry Goldsmith und Elmer Bernstein zu einem Highlight dieser Branche. Aufgrund der Kombination von mitreißender Filmmusik, enthusiastischen Kampfszenen und emotionaler, aber nicht aufgesetzter Darstellung der Schauspieler, fühlt man sich manchmal in die große Zeit der Mantel- und Degenfilme von Errol Flynn oder Douglas Fairbanks jr. zurückversetzt. Wie gesagt, kein absolutes Highlight, dafür bekommt man aber gehobene Kinounterhaltung mit einem Schuss Märchen geboten. Der normaler Kino- und Filmliebhaber muss den Film nicht gesehen haben. Genreliebhaber sollten in der nächsten Videothek zugreifen, vor allem weil der Film auch als Video in einer Dolby Surround Version und seit März diesen Jahres in einer aufpolierten DVD-Version erhältlich ist. Die DVD ist reich an Ausstattung (z.B. ein 22-minütiges Making-off) und Qualität (z.B. Wide Screen Format 16:9, sowie Dolby Sound 5.1). Damit lohnt sich nicht nur der Gang in die Videothek, sondern auch der Kauf der DVD, zumindest für Fantasyliebhaber.
[rk]
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