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So weit die Füsse tragen
(D, 2001)
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| Filmverleih (D) : | Angel Falls |
| Kinostart (D) : | 27. Dezember 2001 |
Länge: 158 min.
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FSK: |
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Bildformat:
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| Produzent: | | Jimmy C. Gerum | |
Hardy Martins |
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| Buch: | | Bernd Schwamm | |
Bastian Clevé | |
Hardy Martins |
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Besetzung:
| Bernhard Bettermann | ............................ | Clemens Forell | |
Michael Mendl | ............................ | Dr. Stauffer | |
Anatoly Kotenyov | ............................ | Kamenev | |
Irina Pantaeva | ............................ | Irina | |
Iris Böhm | ............................ | Kathrin | |
Anna Herrmann | ............................ | Lieschen | |
Pfarrer Dr.Adalbert Mayer | ............................ | Pfarrer | |
Hans Uwe Bauer | ............................ | Leibrecht | |
Antonio Wannek | ............................ | Mattern | |
André Hennicke | ............................ | Bauknecht | |
Johannes Hitzblech | ............................ | Danhorn | |
Stephan Wolf-Schönburg | ............................ | Klugmann | |
Alexander Jefremov | ............................ | Igor | |
Nikolai Kondrashkin | ............................ | Schamane | |
Wladimir Korpus | ............................ | Semjon | |
Igor Filtschenkov | ............................ | Anastas | |
Irina Narbekova | ............................ | Dr. Pachmutova | |
Hans Peter Hallwachs | ............................ | Onkel Baudrexel |
Inhalt: Herbst 1945. Der deutsche Oberleutnant Clemens Forell (Bernhard Bettermann) wird von einem Moskauer Gericht als Kriegsverbrecher verurteilt und zusammen mit 3000 anderen Kriegsgefangenen nach Sibirien verschickt. Schon bei dem Zugtransport nach Tschita stirbt ein Drittel der Gefangenen an Kälte, Hunger und Erschöpfung. Die Überlebenden werden Richtung Nordosten in Marsch gesetzt.
Nach einem Jahr Fußmarsch erreichen nur noch 1.236 Mann im Herbst 1946 das Ziel: ein Lager mitten im Nirgendwo, am sibirischen Ostkap Deschnew.
Kritik: In insgesamt vier Jahren wurde das Soldatendrama „So weit die Füße tragen“ von Regisseur Hardy Martin (Cascadeur) an Originalschauplätzen verwirklicht. Der Film basiert dabei auf dem gleichnamigen literarischen Bestseller, der in 15 verschiedene Sprachen übersetzt worden ist. Dieser Streifen ist bereits schon einmal 1959 für das deutsche Fernsehen verfilmt worden und entwickelte sich damals zum absoluten Straßenfeger. Das Kinoremake kann an den Erfolg der Serie durchaus anschließen. Der Regisseur hat es verstanden, die spannende Story des Buches stilecht und realistisch auf das Kinoformat zu übertragen. Die überwiegend als Theaterdarsteller ausgebildeten Schauspieler, untermauern die interessante Darstellung der epischen, auf einer wahren Begebenheit beruhenden Geschichte. Auch die visuell-beeindruckenden Bilder und Aufnahmen einer Landschaft von Ostsibirien bis zum Iran fügen sich in das Puzzle eines hervorragenden und funktionierenden deutschen Filmes ein. So kann es auch kaum verwundern, dass der Streifen den „Goldenen Biber“ der 23. Biberacher Filmfestspiele des Jahres 2001 gewinnen konnte.
Zu kritisieren gibt es nur wenig. Lieder kommt die Score über ein schwaches Mittelmaß nicht hinaus. Eine bessere musikalische Unterstützung diverser Filmhöhepunkte, hätte dem Streifen einen weiteren Schub an Esprit verleihen können. Auch die Schamanentochter Irina, gespielt von dem hübschen sibirischen Model Irina Pantaeva ist kein Besetzungsvolltreffer, da sie von ihrem äußeren Erscheinungsbild nicht wirklich in eine hart arbeitende und von der Kälte Sibiriens gezeichneten Nomadensippe reinpasst.
Jedoch ist diese Kritik nur marginaler Natur. Sicherlich kann man „So weit die Füße tragen“ als eines der besten deutschen Dramen der letzten Jahre bezeichnen. Cineasten mit historischem Interesse und Dramenliebhaben werden an dem Movie wohl kaum vorbeikommen.
[rk]
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