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Ghettobusters
(I'm Gonna Git You Sucka; USA, 1988)
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| Filmverleih (D) : | UIP |
| Filmverleih (USA) : | MGM/UA |
| Kinostart (D) : | 23. Februar 1989 |
| Kinostart (USA) : | 14. Dezember 1988 |
| Videostart (Verkauf) : | 23. Januar 1996 |
| DVDstart (Code 1) : | 09. Januar 2001 |
| DVD-Verkauf ab : | 16. August 2004 |
Länge: 88 min.
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| Produzent: | | Eric Barrett | |
Carl Craig | |
Eric L. Gold | |
Raymond Katz | |
Peter McCarthy | |
Tamara Rawitt |
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Besetzung:
| Keenen Ivory Wayans | ............................ | Jack Spade | |
Bernie Casey | ............................ | John Slade | |
Antonio Fargas | ............................ | Flyguy | |
Steve James | ............................ | Kung Fu Joe | |
Isaac Hayes | ............................ | Hammer | |
Jim Brown | ............................ | Slammer | |
Ja'net DuBois | ............................ | Ma Bell | |
Dawnn Lewis | ............................ | Cheryl | |
John Vernon | ............................ | Mr. Big | |
Clu Gulager | ............................ | Lt. Baker | |
Kadeem Hardison | ............................ | Willie | |
Damon Wayans | ............................ | Leonard | |
George James | ............................ | Bruno | |
Marc Figueroa | ............................ | Knuckles | |
Robert Colbert | ............................ | Farrell |
Inhalt: Eine mysteriöse Mordserie erschüttert das Ghetto. Junge Männer kommen unter dem Gewicht überdimensionaler Goldketten zu Tode. So auch Junebug Spade, den man tot auf einem düsteren Parkplatz findet. Hinter allem steckt der raffgierige Gangsterboss Mr. Big (John Vernon). Mit seinen Handlangern terrorisiert er die friedliebenden Bürger. Weil Junebug Spade zum Zeitpunkt seines Todes angeblich noch offene Schulden bei ihm hatte, setzt er dessen Witwe Cheryl unter Druck. 5.000 Dollar gilt es zu begleichen. Dafür soll Cheryl als Prostituierte für ihn arbeiten. Doch Spades Bruder Jack (Keenen Ivory Wayans), der gerade aus dem Militärdienst entlassen wurde, möchte der Schreckensherrschaft von Mr. Big ein Ende setzen. Er mobilisiert einige Mitstreiter und bläst mit seiner Gang zum Gegenangriff.
Kritik: Zu Beginn der 1970er Jahre entstanden in den USA Filme, die primär für ein farbiges Publikum konzipiert waren. Diese Filme wurden unter dem Label „black exploitation movies“ oder „blaxploitation movies“ gehandelt. Vorangegangene Filme wie „In der Hitze der Nacht“ hatten die Darstellung von ethnischen Minderheiten mit sozialkritischem Inhalt verbunden. Die neuen Filme hingegen nutzten die Darstellung afrikanischer beziehungsweise afroamerikanischer Kultur vielfach lediglich dazu, die zahlungskräftige, farbige Klientel, die man zuvor sträflich vernachlässigt hatte, an die Kinokassen zu locken.
Im Zentrum der Filme standen afroamerikanische Helden, und die einzelnen Handlungen spielten in einschlägigen Milieus. Die vor allem aus kommerziellen Gründen an Sex und Gewalt ausgerichteten Inhalte der Filme, die mit populären Soundtracks versehen wurden, spielten große Gewinne ein.
Besonders erfolgreich gestaltete sich 1971 der Auftritt des Polizisten John Shaft im gleichnamigen Kriminal-Actionfilm. Dieser machte den afroamerikanischen Hauptdarsteller Richard Roundtree weltberühmt und bescherte dem Titellied von Soullegende Isaac Hayes einen Oscar für die beste Filmmusik. Hollywoods Filme mit Farbigen konnten sich somit endgültig im Mainstream etablieren. Die Popularität der „blaxploitation movies“ förderte ein neues Selbstwertgefühl der farbigen Bevölkerung. Afroamerikanische Helden und Heldinnen wie Foxy Brown oder Cleopatra Jones wurden zu Ikonen, ihre Darsteller wie Pam Grier zu Stars. Das Phänomen der „blaxploitation movies“ läßt sich zusammenfassend auf zwei Aspekte subsummieren: Zum einen dienten die Filme zur Stärkung der farbigen Identität der amerikanischen Gesellschaft. Zum anderen waren sie zumeist allerdings auch ein weiteres Instrument wirtschaftlicher Ausbeutung.
Mit dem Film „Ghettobusters“ gelingt Regisseur und Schauspieler Keenen Ivory Wayans bestenfalls eine bemühte Hommage an die „blaxploitation movies“ der 1970er Jahre, eine hinlänglich kritische Satire auf das zweischneidige Schwert. Im schlimmsten Fall verkommen seine Anstrengungen zu einer Nummernshow unausgereifter Gags und Imitationen. Der Film zitiert munter aus dem Fundus vorangegangener Erfolge, sowohl auf der Bild- als auch auf der Tonebene. „Rambo“ steht Pate, und die weltbekannte Titelmelodie von „Shaft“ wird zur Untermalung bedeutender Auftritte des Helden gebraucht. Dabei reicht Wayans niemals an das Original heran.
Als Mitwirkende konnte Wayans neben einigen Familienangehörigen wie seinen Brüdern Damon, Marlon und Shawn Wayans zahlreiche Altstars gewinnen. So spielen in „Ghettobusters“ frühe Größen der „blaxploitation movies“ wie Bernie Casey, Antonio Fargas, Steve James, Jim Brown, John Vernon und sogar Isaac Hayes mit. Diese bereichern den Film um eine nostalgische Note. Einen Qualitätsanstieg können aber auch sie nicht bewirken.
Im Grunde hat sich Wayans zu viel vorgenommen. Ihm gelingt es nicht, die Präsenz seiner berühmten Co-Stars mit gelungenen Gags sowohl auf innerdiegetischer Ebene als auch auf einer Metaebene erfolgreich zu verbinden. Der Spaß bleibt auf der Strecke. Black is beautiful. Der Film ist es nicht.
[so]
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