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The Day After Tomorrow

(The Day After Tomorrow; USA, 2004)


 
Filmverleih (D) : Fox
Filmverleih (USA) : Fox
Kinostart (D) : 27. Mai 2004
Kinostart (USA) : 28. Mai 2004

Länge: 124 min.

FSK:       MPAA:       Bildformat: 

Regie:
Roland Emmerich

Produzent:
Roland Emmerich
Mark Gordon

Buch:
Roland Emmerich
Jeffrey Nachmanoff

Schnitt:
David Brenner

Kamera:
Anna Foerster
Ueli Steiger

Musik:
Harald Kloser


Besetzung:
Dennis Quaid   ............................   Jack Hall
Jake Gyllenhaal   ............................   Sam Hall
Emmy Rossum   ............................   Laura Chapman
Dash Mihok   ............................   Jason Evans
Jay O. Sanders   ............................   Frank Harris
Sela Ward   ............................   Dr. Lucy Hall
Ian Holm   ............................   Terry Rapson
Glenn Plummer   ............................   Luther
Nestor Serrano   ............................   Gomez
Perry King

Inhalt:
Was wäre, wenn wir am Anfang einer neuen Eiszeit stünden? Diese Frage lässt dem Klimaforscher Jack Hall (Dennis Quaid) keine Ruhe. Seine Untersuchungen haben nämlich ergeben, dass die globale Erwärmung einen plötzlichen und katastrophalen Umschwung im Klima des Planeten auslösen könnte. Bohrungen im antarktischen Eis beweisen: So etwas geschah schon einmal vor zehntausend Jahren. Daher informiert der Wissenschaftler die zuständigen Stellen über die Möglichkeit eines drohenden neuen Klima-Umschwungs, wenn nicht schnell etwas unternommen wird. Doch seine Warnungen kommen zu spät. Plötzlich spielen sich rund um den Globus immer gewaltigere Unwetter ab: Grapefruitgroße Hagelkörner prasseln auf Tokio nieder, Wirbelstürme ungeahnter Größe fegen über Hawaii hinweg, Schnee bedeckt Neu-Dehli und Tornados hinterlassen Verwüstungen in Los Angeles. Während man fieberhaft beginnt, die Menschen in südlichere Gefilde zu evakuieren, müssen diejenigen, die in den bereits überschwemmten Gebieten überlebt haben mit rapide fallenden Temperaturen kämpfen, darunter auch Jacks Sohn Sam (Jake Gyllenhaal) und seine Freunde. Jack begibt sich auf den Weg nach New York, um Sam zu retten. Doch nicht einmal Jack ist auf das vorbereitet, was passieren wird - ihm, seinem Sohn und dem gesamten Planeten ...

Kritik:
"The Day After Tomorrow" ist Roland Emmerichs bisher bester Film, und trotzdem wäre der Titel "Some yesterday catastrophes" passender gewesen, denn der neue Streifen des Schwaben-Spielbergs lässt sich optisch und inhaltlich im Grunde auf eine einfache Formel reduzieren: "The Day After Tomorrow" = "Deep Impact" + "Twister" + "Daylight" + "Titanic" + "Independence Day" ... alles Filme aus den späten 1990ern. Zweifellos ist Emmerichs Film einer der besten des Katastrophen-Genres, jedoch hinkt er in zu vielen Aspekten den genannten Filmen hinterher, sowohl die Effekte als auch die Dramaturgie betreffend. Irgendwie kommt einem alles allzu bekannt vor. Insgesamt gesehen ist er besser als die meisten der oben genannten, kombiniert er die meisten der bekannten Standards dieses (Sub)-Genres und schnürrt sie in ein zweistündiges, unterhaltsames Film-Bündel zusammen. So gibt es neben den gewaltig anzusehenden Standard-Effekten von lebensbedrohlichen Stürmen, Fluten, vor denen Menschenmassen fliehen und Helicopter-Crashs, auch die Geschichte des jungen Paares, dass erst angesichts der Katastrophe die Liebe entdeckt, sowie einen Vater-Sohn-Konflikt, der durch eine mögliche Rettung beigelegt werden kann. Den allzu bekannten warnenden Wissenschaftler, auf den zuerst niemand hört gibt es ebenso, wie den obligatorischen Sympathie-Hund, der letztlich überleben muss. Alles ganz gut inszeniert und gespielt, aber auch alles definitv zu konventionell. Einzig die politische Komponente ist ein wunderbar ironisches Beiwerk der Geschichte, ist zum Schluß schließlich die gesamte nördliche Halbkugel vereist, und die reichen Menschen der Industrie-Nationen müssen Zuflucht in den Ländern der Dritten Welt suchen. Da werden die Amerikaner zwangsläufig zu Mexikanern. Emmerich legt eine eindeutige herbe Kritik an der Umwelt-Politik der USA vor.
Im Gegensatz zu dem aktuellen Blockbuster des anderen deutschen Export-Regisseurs, bietet "The Day After Tomorrow" immerhin ganz genau das, was der Trailer versprochen hatte, allerdings bleibt auch hier nur zu sagen: Nicht mehr, und nicht weniger.

[mb]


Tricktechnisch perfekter, sehr schön anzusehender Film, der jedoch weniger als die meisten seiner Vorgänger zu leisten im Stande ist. Emmerich stellt im Endeffekt aus ausbeuterische Weise ein Weltuntergangsszenario dar, ohne dieses in irgendeiner Weise zu hinterfragen. Philosophische Fragen werden komplett außen vor gelassen, stattdessen entwickelt sich ein konventioneller, aber zumindest hoher Spannungsbogen am Überlebenskampf der Protagonisten. Mehr als Panikmache steckt hier jedoch nicht drin, selbst Emmerichs ähnlich gestrickter Hit „Independence Day“ ging mit der Bedrohung wesentlich vielschichtiger um.

[srs]